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Wundversorgung

Unser Leistungsspektrum:

  • Persönliche Kontaktaufnahme mit der Klinik, dem niedergelassenen Arzt und den Angehörigen und dem Patienten selbst
  • Therapieabsprache mit dem behandelnden Arzt in der Klinik, sowie dem weiterbehandelnden Arzt in Zusammenarbeit mit unserer integrierten Wundabteilung
  • Abstimmung der zum Einsatz kommenden Produkte mit dem Arzt, den Wundschwestern und deren Dokumentation
  • Erstellung eines Versorgungsplanes und dessen Dokumentation
  • Überleitung binnen 24 Stunden möglich
  • Kontaktaufnahme am Entlassungstag  bezüglich der Bestellung aller nötigen Verbandsstoffe für die ambulante Wundversorgung
  • Bereitstellung und Lieferung aller benötigten Verbandsstoffe und Materialen, die zur Versorgung notwendig sind in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern
  • Besprechung der Versorgung und deren Dokumentation
    ⇒ PC gestützte Dokumentation
  • Wundverlaufsdokumentation in Wort und Bild (mit Einverständnis des Patienten)
  • Dokumentationssystem
  • Regelmäßiger Bericht von unserer Wundabteilung an den zuständigen Hausarzt
  • Schulung aller an der Versorgung beteiligten Personen hinsichtlich:
    ⇒ Produkte und deren Handhabung
  • Alginate
  • Hydrokolloidverbände
  • Hydrogele
  • Hydrofaserverbände
  • Polyurethan-Schaumverband
  • Polymer-Schaumverband
  • Silberauflagen
  • Silber-Kohle-Auflagen
  • Aktivkohle- Auflagen
  • Spüllösungen
  • Kompressionsverbände
  • Spezialprodukte

⇒ Reinigung der Wunde
⇒ Anlegen des Verbandes
⇒ Lagerungshinweise

  • Regelmäßige oder individuell abgestimmte Besuche zur Wundstatuserhebung
  • Zusätzliche Besuche bei Anwendungsproblemen, Versorgungsumstellungen und auffälligen Wundveränderungen
  • Evtl. Ernährungsberatung und damit verbunden die Erstellung eines individuellen Ernährungsplanes
  • Regelmäßige Kontrolle der Reichweite des Versorgungsmaterials und der damit verbundenen Bestellung und Lieferung
  • Stellungnahme, Information und Beratung der Krankenkasse bezüglich der Versorgung, wenn gefordert durch detaillierter Dokumentation, möglich
  • 24 Stunden Rufbereitschaft an 7 Tagen in der Woche
  • Hilfestellung bei versorgungsübergreifenden Problemen

Eine phasengerechte Wundversorgung ist sehr wichtig und zielführend für die Wundheilung.

 

Wichtig in der Wundversorgung:

Die Wundheilung wird durch den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten bestimmt. Deswegen ist eine genaue Untersuchung des Patienten für die Planung und Einschätzung der notwendigen Therapie und Pflege von größter Wichtigkeit.

  • Die Krankengeschichte
  • Die Ursache für den Gewebsschaden (Wundklassifikation, Wunddauer, Rezidivzahl)
  • Begleiterkrankungen: Diabetes, Gefäßkrankheiten, Immunschwäche, etc.
  • Ernährungszustand
  • Medikamente
  • Lebensführung
  • Mobilität (Beweglichkeit)
  • soziales Umfeld
  • Unterstützung durch fachgerechte Pflege
  • Schmerzmanagement

Man unterscheidet ursächlich folgende Wundarten:

  1. Mechanisch verursachte Wunden entstehen entweder durch scharfe Gewalt (Schnittwunde, Stich-, Hieb- oder Bisswunde) oder durch stumpfe Gewalt (Schürf- (Exkoriation), Riss-, Quetsch- oder Platzwunde, Schusswunde, Pfählung, Ablederungswunde (Decollement) (durch Scherkräfte verursacht), Skalpierung und Dekubitus (durch andauernden Druck zumeist an Auflagepunkten)).
  2. Sowohl durch scharfe als auch stumpfe Gewalt kann es zur teilweisen oder kompletten Abtrennung von Gliedmaßen kommen.
  3. Thermische Wunden werden durch Verbrennungen, Verbrühungen oder Erfrierungen verursacht.
  4. Chemische Wunden gleichen vielfach den Brandwunden. Hierzu gehören Verätzungen durch Säuren (Koagulationsnekrose) oder Laugen (Kolliquationsnekrose).
  5. Aktinische oder Strahlenwunden kommen durch Verstrahlung durch ionisierende Strahlen wie Röntgenstrahlen oder durch radioaktive Isotope zustande. Strahlenwunden ähneln in manchem den Brandwunden, ihre Heilung ist jedoch viel problematischer, weil die Strahlenwirkung auf den Gesamtorganismus die Heilung zusätzlich negativ beeinflusst.

Eine Wunde wird definiert als Gewebezerstörung und/oder Gewebeverlust einhergehend mit der Zusammenhangstrennung von Gewebe.

In der Wundtherapie unterscheidet man zwischen:

Akute Wunden
Hierbei handelt es sich um Wunden, denen es gelingt, den normalen und rechtzeitigen Heilungsverlauf zu folgen (einige Tage bis maximal wenige Wochen).  z.B. Schnittwunde am Finger

Chronische Wunden
Eine chronische Wunde ist eine Art der Verletzung, der es nicht gelingt, dem normalen, geordneten und rechtzeitigen Heilungsverlauf zu folgen. Im Unterschied zu akuten Wunden, die innerhalb von Tagen oder Wochen verheilen, dauert der Heilungsprozess bei chronischen Wunden länger als 4 - 12 Wochen, z.B. Ulcus cruris venosum

Jede Wunde verläuft in mehreren Wundheilungsphasen die parallel ablaufen können, diese Heilungsphasen sind:

  • Hämostase (Blutstillung)
  • Inflammation (Reinigungsphase)
  • Proliferation (Gewebeneubildung)
  • Epithelisierung (Wundverschluß)
  • Maturation (Ausreifung der Zellen)
 
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