Versorgung im ambulanten Bereich
Unser Leistungsspektrum:
- Persönliche Kontaktaufnahme mit der Klinik, dem niedergelassenen Arzt und den Angehörigen und dem Patienten selbst
- Überleitung binnen 24 Stunden möglich
- Abstimmung der zum Einsatz kommenden Therapien und Pflegehilfsmitteln mit dem weiterbehandelten Ärzten
- Durchführung von möglichen Therapien im häuslichen Bereich gemäß ärztlicher Delegation in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern
- Erstellen eines individuellen Pflegeplanes mit allen bei dem Betreffenden notwendigen grund- und behandlungspflegerischen Maßnahmen einschließlich der Prophylaxen
- Enge Zusammenarbeit mit den behandelten Ärzten
- Bereitstellung eines umfassendes Beratungsangebotes für Patient und Angehörige durch unsere Fachkräfte in allen pflegerischen und sozialen Bereichen des täglichen Lebens
- Rufbereitschaft 7 Tage/Woche und 24 Stunden am Tag
Wachkoma / Apallisches Syndrom / Coma Vigile
Das Apallische Syndrom ist ein Krankheitsbild in der Neurologie, das durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Kommunikation (z. B. durch Konzepte wie die Basale Stimulation) mit ihrer Umwelt. In Deutschland wird von wenigstens 10.000 Betroffenen ausgegangen.
Medizinisch betrachtet ist Wachkoma die Folge eines Funktionsausfalls der Großhirnrinde nach einer schweren Hirnschädigung, wobei das Stammhirn weitgehend intakt und die Vitalfunktionen erhalten bleiben. Folge ist eine Bewusstseinsstörung, die im Einzelfall sehr unterschiedliche Formen annehmen und in unterschiedlicher Intensität auftreten kann. Der/die Betroffene kann nicht mehr aktiv handeln und nicht mehr adäquat auf Reize reagieren. Eine Rückbildung des apallischen Syndroms durch intensive rehabilitative Maßnahmen ist möglich (Remission)
Häufig aber ist die Schädigung irreversibel und der/die Betroffene braucht dauerhaft Hilfe.
RehaPhasen
Phase A: Akutbehandlung >Intensivstation
Phase B:
- Frührehabilitation
- Frühreha mit noch meist schweren Bewußtseinstörungen.
- Der Patient ist noch inkontinent, künstlich ernährt, Intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten sollten noch vorgehalten werden.
- Aufnahmekriterien:
- nicht mehr dauerhaft beatmungspflichtig,
- kreislaufstabil,
- Verletzungen versorgt, Knochenbrüche übungsstabil
- Kein Hirndruck
Phase F:
- Aktivierende Reha
- Trotz aller medizinischen und rehabilitativen Bemühungen in der Akutbehandlung und in den nachfolgenden Behandlungsphasen (meist schon nach Phase B) , bleiben bei einer Reihe von neurologischen Patienten schwerste Schädigungen bestehen!
- Vom apallischen Syndrom bis zu verschiedenen Graden von Fähigkeitsstörungen (oft auch mit Mehrfachbehinderungen)
- Diese Rehabilitationsphase ist auf Langzeit angelegt.
Zustand Koma
Biologische Fähigkeitsmerkmale:
- Herztätigkeit
- Körpertemperaturregelung
- Atemanreiz (cave: kein Atemreflex = Verdacht auf Hirntod!)
- Schwitzen
Zustand Wachkoma
Basale Fähigkeitsmerkmale:
- Wachphasen
- Schlafphasen
- Erleben von Belastungsmomenten (Patient öffnet z.B. beim seitlichen Drehen die Augen)
- Spontanatmung (auch wenn die Atmung mit einem Respirator unterstützt werden muss)
- keine emotionale Reaktion
- lange Schlaf- und kurze Wachphasen in Abhängigkeit von Belastungsmomenten
- Augen sind für längere Zeit geöffnet
- Reflektorische Primitivmotorik auf Schmerzreize und Pflegerische Maßnahmen
Ausgeprägter Muskeltonus (Spastik)
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