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| Parenterale Ernährung |
Unser Leistungsspektrum:
Unsere Vorteile
Diese Form der künstlichen Ernährung wird notwendig, wenn die „Schluck- und Verdauungsstrasse“ – infolge von Krankheit oder einer Operation – ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann. Dabei wird der Magen-Darm-Trakt durch subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Injektion bzw. Infusion umgangen (parenteral= lateinisch:Umgehung) Bei der künstlichen Ernährung über die Vene gelangen alle wichtigen Nahrungsbestandteile in Form ihrer kleinsten Bausteine direkt ins Blut. Der Organismus wandelt diese Nahrungsbausteine ebenso in Energie und Baustoffe um wie Nahrung, die über Magen und Darm aufgenommen wird. Mit diesen Infusionslösungen erhalten die Betroffenen alle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung: Flüssigkeit, Kohlenhydrate, Eiweiße, Salze und – vor allem bei längerer künstlicher Ernährung – auch Fette, Vitamine und Spurenelemente. Die Zusammensetzung dieser Ernährungslösungen lässt sich so exakt bestimmen, dass die Betroffenen mit ihnen unbegrenzt lange ernährt werden könnten. Für die parenterale Ernährungstherapie gibt es eine Vielzahl von verschiedenen zusammengesetzten Infusionslösungen, die sich einzeln, kombiniert oder gemischt verabreichen lassen. Bei der Entscheidung für die beste Ernährungstherapie spielen u. a. der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, sein Alter, sein Gewicht und seine Größe eine wichtige Rolle. Parenterale Ernährung kommt bei allen Patienten in Frage, die über einen längeren Zeitraum (3 Tage und mehr) nicht ausreichend enteral ernährt werden können, also oral oder über eine Magensonde. Dies betrifft Patienten, die an akuten Krankheiten des Magen-Darm-Traktes, wie beispielsweise einer Pankreatitis oder einem Ileus, leiden; aber auch Patienten, bei denen im Rahmen einer Operation neue Verbindungen im Magen-Darm-Trakt (Anastomosen) angelegt worden sind, werden in den ersten Tagen nach der Operation zur Entlastung der neu geschaffenen Verbindung auf diese Art und Weise ernährt. Ein weiterer Grund für eine PE sind Resorptions- oder Verdauungsstörungen im Dünndarm, das Kurzdarmsyndrom, Passagestörungen (Beispiel Peritonealcarcinose oder stenosierende Tumoren im Magen oder Darm) oder kritisches Untergewicht, verursacht beispielsweise durch hohe Verluste (Diarrhoe, Ileostoma, häufiges Erbrechen), aber auch durch massive Appetitlosigkeit oder Übelkeit z.B. während einer Chemotherapie. Bei Essstörungen wie der Magersucht besteht nur ausnahmsweise die Indikation zur parenteralen Ernährung.[1] Die Ernährung erfolgt dabei in der Regel über Speziallösungen, die intravenös verabreicht werden. Da die Lösungen hochkonzentriert sind, müssen sie auf Dauer über einen ZVK (zentralvenösen Katheter) in eine der großen Venen des Körpers infundiert werden. Die in der Regel dünneren Armvenen sind ungeeignet; Infusionen darüber führen zu brennenden Schmerzen und die Venen entzünden sich nach kurzer Zeit. Die komplette parenterale Ernährung besteht in der Zufuhr von:
Die Menge der zugeführten parenteralen Ernährung richtet sich nach dem Energiebedarf und dem Krankheitsbild. Zusätzlich zum Grundumsatz von 4 kJ/h und kg Körpergewicht ist, abhängig davon ob beispielsweise eine Sepsis oder eine großflächige Verbrennung vorliegt, bis zu 4 kJ/h und kg Körpergewicht zusätzlicher Energiebedarf durch die Ernährung abzudecken. Der Nährstoffbedarf des Körpers sollte zu 50 bis 60 Prozent durch Kohlenhydrate (in der Regel durch Glukoselösungen), zu 20 bis 35 Prozent aus Fetten und zu 10 bis 15 Prozent aus Aminosäuren gedeckt werden.[2] Indikationen für eine parenterale Ernährung sind unter anderem:
Die Ziele der parenteralen Ernährungstherapie sind unter anderem:
Parentale Ernährung zu Hause Sich täglich ausreichend zu ernähren und ausreichend zu trinken, ist lebensnotwendig, um Abwehrkräfte zu mobilisieren, das Wohlbefinden zu stabilisieren, den Genesungsprozess zu fördern sowie die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Eine plötzliche Erkrankung, oder die damit verbundenen Begleitumstände, erlauben vielen Betroffenen nicht mehr, alle lebensnotwendigen Nährstoffe sowie Flüssigkeit Bedarfs deckend auf normalem Wege zuzuführen. Um den Ernährungs- und Gesundheitszustand zu erhalten oder auch zu verbessern, wird mit einer parenteralen Ernährungstherapie begonnen. Moderne Produkte sowie eine kompetente, qualifizierte Beratung und Betreuung stellen sicher, dass diese Form der Ernährungstherapie auch zu Hause problemlos durchgeführt werden kann. Es kann davon ausgegangen werden, dass bundesweit täglich weit über 4000 Betroffene parenteral zu Hause ernährt werden. Auswahl Parenterale Ernährung – die Infusionslösungen Parenterale Ernährung – die Hilfsmittel
Die HilfsmittelBei der künstlichen Ernährung über die Vene gelangen alle wichtigen Nahrungsbestandteile in Form ihrer kleinsten Bausteine direkt ins Blut. Der Organismus wandelt diese Nahrungsbausteine ebenso in Energie und Baustoffe um wie Nahrung, die über Magen und Darm aufgenommen wird. Mit diesen Infusionslösungen erhalten die Betroffenen alle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung: Flüssigkeit, Kohlenhydrate, Eiweiße, Salze und – vor allem bei längerer künstlicher Ernährung – auch Fette, Vitamine und Spurenelemente. Die Zusammensetzung dieser Ernährungslösungen lässt sich so exakt bestimmen, dass die Betroffenen mit ihnen unbegrenzt lange ernährt werden könnten. Für die parenterale Ernährungstherapie gibt es eine Vielzahl von verschiedenen zusammengesetzten Infusionslösungen, die sich einzeln, kombiniert oder gemischt verabreichen lassen. Bei der Entscheidung für die beste Ernährungstherapie spielen u. a. der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, sein Alter, sein Gewicht und seine Größe eine wichtige Rolle.
Infusionspumpen (stationär)
Pumpen zur parenteralen Ernährung fördern die Infusionslösung aus entsprechenden Flaschen oder Beuteln mit Hilfe von speziellen Überleitungsbestecken, welche mit den im Blutgefäßsystem liegenden Kathetern verbunden werden. Der venöse Zugang stellt hohe Anforderungen an die richtige und sichere Funktion der Pumpen, deren Ausstattung höherwertig sein muss. Spezielle Überwachungs- und Alarmvorrichtungen müssen Fehlförderungen mit hohem Risiko (insbesondere das Pumpen von Luft in das Blutgefäßsystem) verhindern.
Multi-Therapie-Infusionspumpen (mobil)
Diese Multi-Therapie-Infusionspumpen wurden speziell für die Bedürfnisse des ambulanten Patienten entwickelt. In diesen Pumpen sind verschiedene Infusionsschemata wie unter anderem kontinuierliche, intermittierend, 25 Phasen, PCA und Ein- und Ausschleichende Förderung wählbar. Durch eine Vielzahl von Einstellungen bieten die Pumpen für den Anwender eine einfache, zeitsparende und sichere Handhabung. Maximal mögliche Sicherheit für den Patienten bieten die Alarmfunktionen, mit denen diese Pumpen ausgestattet sind. Infusionsbesteck zur Schwerkraftapplikation Ab Verbindung zwischen den Arzneimittelbehältern (z.B. Infusionsflaschen) und dem Zugang am Patienten wird ein Infusionsbesteck verwendet. Dies besteht aus Einsteckteil, Tropfkammer mit Belüftung, Schlauch mit Rollenklemme und einem Anschluss-Stück mit Luer - Lock - Verbindung. Solche Infusionsbestecke sind ausschließlich für einen einmaligen Gebrauch geeignet und müssen nach Herstellerempfehlung sowie nach geltenden Hygienerichtlinien alle 24 Stunden gewechselt werden, um Kontaminationen und Infektionen zu vermeiden. Infusionsbesteck zur Pumpenapplikation In dem Schlauch ist ein spezielles, genau definiertes Stück aus sehr flexiblem Kunststoff oder eine Kassette eingelassen. Dieses so genannte Pumpensegment wird in die Infusions- pumpe eingelegt und ermöglicht so eine präzise Förderungen. Das Besteck ist zur verwendeten Pumpe vollkompatibel. Solche Infusionsbestecke sind ausschließlich für einen einmaligen Gebrauch geeignet und müssen nach Herstellerempfehlung sowie nach geltenden Hygienerichtlinien alle 24 Stunden gewechselt werden, um Kontaminationen und Infektionen zu vermeiden. Infusionsbesteck zur Überleitung von Fettemulsionen in einen Zweikammerbeutel Als Verbindung zwischen dem Fettemulsionsbehälter und dem Zugang am Zweikammer- beutel wird ein Fettüberleitungsbesteck verwendet. Dieses besteht aus zwei Einsteckdornen und einer Rollenklemme und ermöglicht die Überleitung des Fettes in einen Zweikammerbeutel mit Aminosäuren und Kohlenhydraten. Solche Infusionsbestecke sind ausschließlich für einen einmaligen Gebrauch geeignet und dürfen nach Hersteller- empfehlung sowie nach geltenden Hygienerichtlinien nur einmal benutzt werden.
Zubehör zur Infusionstherapie
Port-Punktionsnadeln Ursprünglich als “Huber-Nadel“ eingeführt, nunmehr vielfach modifiziert, zeichnet die Portpunktionsnadeln ein spezieller Schliff aber auch eine spezielle Krümmung aus. Hierdurch soll während des Durchstechens des Silikon-Gummi-Pfropfens eine Ausstanzung von Pfropfensubstanz sicher vermieden werden. Gleichzeitig soll erreicht werden, dass die durch die Nadel verursachten Kanäle im Pfropfen kongruente und glatte Oberflächen haben, welche sich sofort nach Entfernen der Nadel wieder dicht aneinander legen und damit eine Leckage des Systems verhindern. Abgesehen von den aus den genannten Gründen vorgegebenen Krümmungen können die Nadeln gerade (für kurzfristige Infusionen) oder aber rechtwinkelig gekrümmt (für längere Verweildauer im Port) sein. Letztere erlauben eine bessere Fixierung und tragen in der Regel auch spezielle Abdeckmuffen, welche mit desinfizierenden Gels gefüllt, eine Kontamination des Systems verhindern sollen. Die Spezialnadeln werden in verschiedenen Längen angeboten, was insbesondere bei den rechtwinkelig gebogenen Modellen von Bedeutung ist, da die Distanz der bis zum Anschlag in den Port eingeführten Nadel zur Haut möglichst gering sein soll, andererseits aber eine Kompression der Haut durch die anliegende Nadel jedenfalls vermieden werden muss. Die neueren Modelle sind auch bereits fix mit kurzen Anschlussschläuchen versehen, welche ein Füllen mit Spüllösung (isotone Kochsalzlösung) vor Verwendung erlauben. Allgemeine HinweiseVerhaltensregeln bei auftretenden Problemen Wenn bei der Versorgung von Betroffenen mit parenteralen Infusionslösungen eines der nachfolgenden Symptome während oder nach der Infusion auftreten, ist die Infusion sofort zu unterbrechen und der Hausarzt bzw. Notarzt unverzüglich zu verständigen, um Risiken und Komplikationen vorzubeugen:
Die Notfallregelung Hausarzt/ Notarzt/ Pflegedienst/ Homecare – Unternehmen muss eindeutig und unmissverständlich geregelt sein. Hinweise zu Transport und Lagerung von Infusionslösungen und Medikamenten
Eine ordnungsgemäße Lagerung der Infusionslösungen und Medikamente muss gewährleistet sein, um hierdurch entstehende Schäden auszuschließen. Verpackungen Öffnen Sie Verpackungen auf sterile Art und Weise, indem Sie diese an der vorgesehenen Stelle öffnen, den Inhalt nicht berühren und so lange in der Verpackung belassen, bis Sie diesen benötigen. Desinfizieren Sie zu gegebener Zeit dann Ihre Hände und entnehmen Sie den Inhalt. Infusions-Mehrkammerbeutel / Mischbeutel Achten Sie bei der Herstellung von Mischbeuteln stets darauf, dass die Kompatibilität der Einzelkomponenten gewährleistet ist (Auskunft durch den Apotheker oder den Hersteller der Infusionslösung). Geben Sie die Fettemulsion immer als letztes zu, um die Verträglichkeit der anderen Komponenten möglichst lange zu überprüfen. Ausflockungen Sollte es zu Ausflockungen im Infusionsbeutel kommen, ist das Produkt zu verwerfen. Infusionspumpen Der Einsatz von Infusionspumpen gewährleistet eine kontrollierte, gut steuerbare Flüssigkeits- zufuhr pro Zeiteinheit. Dies trägt zu einer guten Verträglichkeit der intravenös zugeführten Nährlösungen bei. Beachten Sie dabei stets die vom Arzt verordnete Dosierung. Port – System Verwenden Sie bitte nur Nadeln mit „Huber-Schliff“. Die Nadel sollte spätestens nach 8 Tagen oder nach Herstellerangaben gewechselt werden. Bitte beobachten Sie in diesem Zeitraum die Punktionsstelle und kontrollieren Sie die Lage der Nadel. Verwenden Sie keine Spritzen mit einem Füllvolumen geringer als 10 ml (Gefahr des Überdrucks im Port – System). Zur Vermeidung von Inkompatibilitäten sollte zwischen zwei unterschiedlichen Injektdaten mit 10 ml isotonischer Kochsalzlösung gespült werden. Beim Auftreten eines Widerstandes ist die Injektion sofort zu unterbrechen. Nie mit hohem Druck arbeiten. Widerstände können auf eine Fehllage der Nadel oder einen thrombotischen Verschluss hinweisen.
Hygienevorschriften beachten
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