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| Enterale Ernährung |
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Unter künstlicher Ernährung versteht man die Ernährung eines Patienten, der nichts essen kann, darf oder will, unter Einsatz von medizinischen Hilfsmitteln. Die Gründe hierfür können physische oder psychische Erkrankungen, Operationen oder Alterserscheinungen sein. Bei der künstlichen Ernährung wird eine Wegstrecke der Nahrung von der Aufnahme mit dem Mund bis zur Aufnahme der Nährstoffe im Darm durch den Organismus ersetzt. Je nachdem welche Wegstrecke ersetzt wird, wird funktionell zwischen „enteraler“ und „parenteraler“ Ernährung unterschieden (Physiologie der Verdauung).
Es muss darauf geachtet werden, dass besonders bei nichtentscheidungsfähigen Patienten ethische und rechtliche Aspekte bestehen. Denn die so genannte künstliche Ernährung wirkt lebensverlängernd. Diese Form der Lebensverlängerung hat insbesondere in Anwendung gegen den Willen des Patienten in den letzten Jahren zu teils heftigen Diskussion geführt. Applikationswege, Applikationsformen, KostaufbauFür den Erfolg der Ernährungstherapie mit Sondennahrung ist neben der Auswahl des geeigneten Substrates die Vorgehensweise bei der Verabreichung von entscheidender Bedeutung. Wie schnell und in welchen Portionen die Sondennahrung dosiert werden soll, richtet sich im Wesentlichen nach der Lage der Sondenspitze und der zugrunde liegenden Erkrankungen. Dass heißt, je tiefer die Sondenspitze liegt, desto langsamer und gleichmäßiger muss die Nahrung appliziert werden. Unterschieden wird hier in Gastraler Ernährung (Magen)
Mögliche Komplikationen bei Enteraler ErnährungDie Komplikationen bei der enteralen Ernährung können verschiedene Ursachen haben, unterschieden wird in:
Was ist Durchfall? Durchfall ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein Symptom. Es wird von Durchfall gesprochen, wenn die Stuhlentleerung häufiger als dreimal täglich stattfindet, wenn sich die Stuhlbeschaffenheit (Konsistenz) verändert, sodass der Stuhl flüssig ist, und/oder wenn die Stuhlmenge vermehrt ist (mehr als 250 g täglich). Dauert der Durchfall bis zu zwei Wochen, wird von akuter Diarrhoe gesprochen. Bei Durchfällen, die länger als zwei Wochen dauern, spricht man von chronischer Diarrhoe. Eine Diarrhoe im Rahmen der enteralen Ernährungstherapie kann aufgrund verschiedener Faktoren auftreten. Umso wichtiger ist es daher, die Ursache von Durchfällen zu erkennen, ihnen vorzubeugen bzw. sie zu beheben. Auslöser für Diarrhoen können z.B. Medikamente, Infektionen, aber auch die Grunderkrankung sein. Zunächst sollten daher diese Faktoren, die gegebenenfalls nicht mit der Sondenernährung unmittelbar zusammenhängen, ausgeschlossen werden.
Die Applikation sollte weiterhin nicht zu kalt (nicht unter Raumtemperatur) und nicht zu schnell (keine Blasenspritze) erfolgen. Auf eine hygienische Arbeitsweise und Anwendung sollte geachtet werden, da auch eine Kontamination der Nahrung oder des Beutels Durchfall auslösen kann. Hierzu gehört auch der tägliche Wechsel der Applikationssysteme und die Aufbewahrung angebrochener Flaschen verschlossen im Kühlschrank. Sondennahrungen aus Flaschen sollten bei Zimmertemperatur nicht länger als acht Stunden hängen und in dieser Zeit aufgebraucht werden. Was ist Obstipation? Obstipation ist die akute oder chronische Verstopfung des Darmes. Ursachen sind krankhafte Veränderungen des Darmes, Fehlernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Stoffwechselstörungen oder Störungen des Elektrolythaushaltes (häufig Kaliummangel). Eine Obstipation im Rahmen der enteralen Ernährungstherapie kann aufgrund verschiedener Faktoren auftreten. Häufig leiden Betroffene, die enteral ernährt werden, aufgrund ihrer Grunderkrankungen an der so genannten Kologenen Obstipation. Die kologene Obstipation ist eine Form der chronischen Verstopfung, die auch unter dem Begriff „Slow-transit-Obstipation“ bekannt ist. Durch mangelnde Beweglichkeit des Darms wird der Darminhalt nur langsam vorwärts bewegt. Da dem Darminhalt ständig Wasser entzogen wird, entsteht harter Stuhl. Die Ausscheidung kann dadurch um bis zu 2 Wochen verzögert sein, verbunden mit
Folgende Ursachen können unter anderem dafür verantwortlich sein:
Bei der kologenen Obstipation ist die Ursache ein träger Darm, der mit osmotischen (Lactulose) oder motilitäts- und sekretionsbeeinflussenden Abführmitteln angeregt werden kann. Ist die Ursache der Obstipation dagegen Ballaststoffmangel, eignen sich Füll- und Quellstoffpräparate. Aspirationsprophylaxe Unter einer Aspiration (lat. aspirare = anhauchen) versteht man ein "Einatmen" von Flüssigkeiten oder Fremdkörpern. Also ein Eindringen von Substanzen durch die Stimmritze in die unteren Atemwege. Dies führt zu einem starken Hustenreiz, zu einer Reizung der Atemwege sowie im schlimmsten Falle zur teilweisen oder gar kompletten Verstopfung der Atemwege mit daraus resultierender, evtl. lebensbedrohlicher Störung des Gasaustauschs. Besonders gefährlich ist es, wenn Erbrochenes aspiriert wird, da die Nahrung dann schon mit den Verdauungsenzymen und der Salzsäure des Magens durchsetzt ist, was die Bronchialschleimhaut sehr stark angreift, sie wird regelrecht angedaut. Auf dem Boden einer Aspiration entsteht häufig eine Pneumonie (Lungenentzündung), im Sprachgebrauch auch Aspirationspneumonie genannt. Die Aspirationsprophylaxe umfasst alle Maßnahmen, die die Gefahr einer Aspiration vermindern. Dazu zählen etwa Lagerungstechniken, Beratung von Betroffenen oder das Absaugen von Sekret. Aspirationsprophylaxe bei künstlicher Ernährung über eine Magensonde: Aspiration - die Ursache ist meist eine Magenentleerungsstörung, d.h. die Sondennahrung wird vom Magen nicht weitertransportiert, es kommt zu einem Reflux oder Erbrechen. Dieses Problem kann ebenfalls weitgehend durch langsame, kontinuierliche Zufuhr mittels Pumpe und Verabreichung im Sitzen oder durch Oberkörperhochlagerung während und nach der Verabreichung vermieden werden. Außerdem kann auch regelmäßig eine Aspirationsprophylaxe durchgeführt werden, hierbei wird die Nahrungszufuhr unterbrochen und nach 30 Minuten der Mageninhalt abgezogen. Können mehr als 50% der verabreichten Stundenmenge abgezogen werden, so muss die Ernährungszufuhr gestoppt und der Arzt informiert werden. Anzeichen einer Aspiration:
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