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| Diabetologie |
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Diabetologie oder Diabetik ist die ärztliche Fachrichtung, die sich mit der Behandlung des Diabetes mellitus beschäftigt. Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit. Zuckerkranke können Traubenzucker (Glukose) nicht mehr ausreichend verwerten. Das Hormon Insulin hat dabei eine Schlüsselfunktion. Es wird in den so genannten Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet und fungiert unter anderem als Türöffner für Zuckermoleküle, wenn sie in Körperzellen eintreten wollen und dort zur Energiegewinnung verbrannt werden. Mediziner unterscheiden zwei Arten von Diabetes: In Deutschland leben etwa fünf bis sieben Millionen Menschen mit Diabetes, Tendenz steigend. Davon sind rund fünf bis zehn Prozent dem Typ-1-Diabetes zuzurechnen; ca. 1,5 Millionen Menschen mit Diabetes benötigen Insulin. Weltweit leiden mehr als 150 Millionen Menschen an Diabetes. Experten der Weltgesundheitsorganisation rechnen bis zum Jahr 2025 mit doppelt so viel Zuckerkranken.
Symptome und Erscheinungsbilder Im Wesentlichen unterscheidet man 2 Formen des Diabetes mellitus:
An einen Diabetes mellitus denkt man bei einer Reihe von unspezifischen Symptomen:
Diese Tabelle beschreibt die Symptome des entgleisten Blutzuckers und des Insulinmangels und bezieht sich deshalb vorrangig auf Typ-1-Diabetes. Diese Symptome treten natürlich auch beim fortgeschrittenen Typ-2-Diabetes auf, falls überhöhte Blutzuckerspiegel und ein Insulinmangel vorliegen. Der Typ-2-Diabetes verläuft im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes zu Beginn seiner Erkrankung jedoch meist asymptomatisch, und die Entwicklung seiner Krankheit ist schleichend. Oft ist es eine Zufallsdiagnose in der Klinik oder bei einer Routineblutabnahme. Besonders erwähnt sei noch ein ständig wechselnder Visus, der ein Hinweis für einen Diabetes ist. Der Linsenapparat verändert sich mit den wechselnden osmotischen Verhältnissen. Psychische Veränderungen sollten ebenfalls an einen Diabetes denken lassen. Beispielsweise kann eine aggressive Verhaltensweise zu Mobbing und zum Arbeitsplatzverlust führen. Mit der Insulinsubstitution bessern sich nicht nur das körperliche, sondern auch das psychische Wohlbefinden und der Intelligenzquotient.
Therapieformen Stufenplan für Diabetes-Therapie: Lieber früher als späterDie Therapieplanung des Typ-2-Diabetes wird meistens nach einem Stufenplan in drei Schritten vorgenommen. Basistherapie In der ersten Stufe gilt es ungesunde Lebensgewohnheiten zu verändern. Das bedeutet insbesondere überschüssiges Gewicht abzubauen und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Unterstützt mit viel Sport und Bewegung kann so die zweite Stufe hinausgezögert werden.
Orale Antidiabetika Falls die positive Veränderung der Lebensgewohnheiten alleine nicht mehr ausreicht, folgen in der zweiten Stufe Medikamente, die als Tabletten eingenommen werden. Weiter... InsulintherapieIn der dritten Stufe kommt es zur Notwendigkeit einer Insulintherapie. Als Einstieg bietet sich hier die so genannte Basalunterstützte Orale Therapie (BOT) an, bei der Patienten unter Beibehaltung der Antidiabetika Tabletten nur einmal täglich langwirkendes Insulin spritzen. Den Spritzzeitpunkt können die Patienten individuell wählen und so an ihren Tagesablauf anpassen.
BOT - Basalunterstützende Orale Therapie Der Beginn einer Insulintherapie ist für viele Typ-2-Diabetiker eine äußerst unangenehme Hürde: Nun ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie sich ein- bis mehrmals täglich selbst Insulin spritzen müssen. Viele scheuen sich deshalb davor, überhaupt mit einer Insulinbehandlung zu beginnen. Dabei ist eine gute Blutzuckereinstellung die einzige Möglichkeit, schwere Folgeschäden der Zuckerkrankheit zu vermeiden, zum Beispiel an Augen, Nieren oder am Gefäßsystem. Die Qualität der Diabeteseinstellung (Nüchternblutzucker und HbA1c–Langzeitblutzuckerwert)kann durch die BOT gegenüber einer konventionellen Insulintherapie verbessert werden. Konventionelle Insulin-Therapie (CT) Bei der konventionellen Insulintherapie (CT) wird zweimal am Tag eine festgelegte Dosis des Mischinsulins gespritzt. Intensivierte konventionelle Insulin-Therapie (ICT) Bei der Intensivierten Insulintherapie (ICT) wird mehrmals täglich ein kurzwirksames Insulin zu den Mahlzeiten gespritzt. Für die gleichmäßige Insulinversorgung in der Nacht und am Tag wird ein langwirksames Insulin eingesetzt.
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